Neue EU-Richtlinie: eine geeinte Front gegen Korruption

Am 26. März 2026 hat das Europäische Parlament eine Richtlinie verabschiedet, die darauf abzielt, die Korruptionsbekämpfung in den Mitgliedstaaten zu harmonisieren.

Der Text führt gemeinsame Definitionen für Straftaten wie öffentliche und private Korruption, Unterschlagung, Einflussnahme und Behinderung der Justiz ein.Kernpunkte der Richtlinie sind die Einführung strenger strafrechtlicher und nicht strafrechtlicher Sanktionen sowohl für natürliche als auch für juristische Personen, die in Korruptionsfälle verwickelt sind.

Die Strafverfolgungsstrategie wird durch eine Präventionsstrategie ergänzt, die von den Staaten verlangt, nationale Strategien zu verabschieden, unabhängige Stellen einzurichten und Schulungen sowie Sensibilisierungsmaßnahmen in Bezug auf Korruptionsrisiken zu fördern.

Die Richtlinie sieht zudem eine Verstärkung der Zusammenarbeit und des Datenaustauschs zwischen nationalen Behörden und EU-Einrichtungen vor. Nach der formellen Verabschiedung durch den Rat haben die Staaten 24 Monate Zeit für die Umsetzung (36 Monate für die nationalen Strategien).

Dies ist ein entscheidender Schritt zum Schutz von Demokratie und Transparenz in Europa.

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Dieser Beitrag wurde für die Newsletter "Recht & Steuern" der Deutsch-Italienischen Handelskammer AHK Italien vom April 2026 von unserem Unternehmensstrafrechtsteam verfasst.

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